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Ohne Emotion nix los – nicht nur für Führungskräfte

Ohne Emotion nix los - nicht nur für Führungskräfte

11 Januar 2019

 

Viele Führungskräfte schneiden sich von sich selbst ab, um den Druck vermeintlich besser standhalten zu können. Schwierige Gefühle werden häufig aus Angst vor einer Abwärtsspirale ausgeblendet. Die Leugnung dieser emotionalen Realität hat einen hohen Preis: die eigene Lebendigkeit. So abgeschnitten von sich selbst, funktioniert man bestenfalls im Überlebensmodus. Wie kommt man da heraus?

Achtsamkeit bedeutet innezuhalten und wahrzunehmen, was mit mir los ist – ohne sofort zu beurteilen oder zu reagieren. Indem wir dafür wach werden, steigen wir aus automatischen Reiz-Reaktionskreisläufen aus. Wir kommen stärker in Verbindung mit uns selbst und nehmen unsere Emotionen und Körpersignale („somatische Marker“) besser wahr.

Emotionen und Körpersignale liefern wichtige Informationen über unsere Bedürfnisse, Werte und Motive. Nehmen wir sie wahr und zudem ernst, können Situationen kraftvoll, kreativ und mit Begeisterung gestaltet werden. Ziele werden so leichter erfolgreich verwirklicht.

Durch die bewusste Aufmerksamkeitslenkung auf uns selbst werden wir handlungsfähiger und haben mehr positiven Einfluss auf Situationen.

„Where the attention goes, energy flows.“

Dr. phil. Sonja Lichtenstern
Dipl.-Päd. (Univ.) & MBSR-Lehrerin
Am Vogelherd 12
82140 Olching

„Fit oder fertig?“

"Fit oder fertig?"

06 September 2018

"Fit oder fertig? Erwerbsbiografien in Deutschland" - so lautet der Titel der aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse. Im Fokus stehen die gewollten oder ungewollten Unterbrechungen im Erwerbsleben. Der insgesamt positive Trend auf dem Arbeitsmarkt wird dabei bestätigt. Ein Ergebnis ist, dass die krankheitsbedingten Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sind.

Ein Aspekt der Studie sticht allerdings besonders hervor: Bei fast allen Krankheitsarten, die Fehlzeiten verursachen, ist ein Rückgang festzustellen (z. B. Krankheiten des Bewegungsapparats, Atemwegserkrankungen). Anders ist es bei den psychischen Störungen. Hier wurde erneut ein leichter Anstieg der Fehlzeiten festgestellt. Damit stehen die psychischen Störungen weiterhin ungebremst für lange Fehlzeiten.

Sicherlich sind psychische Störungen multikausal zu verstehen. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass auch viele psychische Erkrankungen Stress assoziiert sind. Entscheidungs-, Erfolgs-, Termindruck, hohe Arbeitsverdichtung, Zielfixierungen, Umstrukturierungen im Unternehmen, die Sorge um den Arbeitsplatz u. v. m. lassen viele Führungskräfte und MitarbeiterInnen immer noch mehr und noch schneller im Hamsterrad laufen. Wohin soll das führen?

Achtsamkeit stoppt das Hamsterrad. Aus der Selbstdistanz heraus, erwächst die Freiheit, sich anders zu verhalten. Der Blick wird frei für neue Perspektiven, Chancen, kreative Lösungen und Gestaltungsmöglichkeiten.

 

 

Dr. phil. Sonja Lichtenstern
Dipl.-Päd. (Univ.) & MBSR-Lehrerin
Am Vogelherd 12
82140 Olching

Achtsamkeit im Women’s Bike Camp 2018

Achtsamkeit im Women's Bike Camp

01 Juli 2018
Achtsam den Moment erleben -  Darum ging es auch bei dem Vortrag im Women's Bike Camp 2018 am Reschensee. Erholung, Spaß und Genuss - und natürlich auch Sport - sind ein wichtiger Ausgleich zu den täglichen Anforderungen und stellen einen bedeutenden Schutzfaktor vor dem Ausbrennen dar.  Achtsamkeit unterstützt dabei, die Energie aus dem gegenwärtigen Moment zu schöpfen und die Energiereserven wieder aufzuladen. Die Teilnehmerinnen des Women's Bike Camps hatten hierzu eine super Gelegenheit - in wunderbarer Natur mit tollen Frauen. www.fiedler-concepts.de

Dr. phil. Sonja Lichtenstern
Dipl.-Päd. (Univ.) & MBSR-Lehrerin
Am Vogelherd 12
82140 Olching

Fastenzeit – Auch Elektronikfasten?

Fastenzeit - Auch Elektronikfasten?!

24 Februar 2018

Die Fastenzeit gilt als eine Zeit der Einkehr und Besinnung. Könnte hier nicht auch ein „Elektronikfasten“ Sinn machen? Radio, Fernseher, Smartphone usw. mal auszuschalten, nicht ständig erreichbar zu sein oder im Internet zu surfen, kann sich zunächst durchaus ungewohnt anfühlen. Tatsächlich unterstützt es, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

Denn die ständigen medialen Reize aktivieren ein zweites Stresssystem, das „Default Mode Network“ (DMN). Dieses „Reiz-und Gefahrensuchsystem“ geht laut dem Neurobiologen Joachim Bauer mit einer „breiten und zugleich flachen Wachsamkeit“ einher. Dies hat evolutionär gesehen durchaus seine Berechtigung. Die ständige Habt-Acht-Stellung vor allen möglichen Gefahren erhöhte die  Überlebenswahrscheinlichkeit unserer Vorfahren in der Savanne ungemein. Für uns bedeutet dies jedoch unterschwellig eine ständige Anspannung, die häufig unnötig ist, und die noch dazu die Konzentrationsfähigkeit auf konkrete Aufgaben schwächt.

Gute Vorsätze erfolgreich verwirklichen

Gute Vorsätze erfolgreich verwirklichen

28 Dezember 2017

Fassen Sie noch Vorsätze fürs neue Jahr? Manche Menschen haben dies schon aufgegeben, andere tun dies immer wieder aufs Neue. Besonders beliebt ist, das Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben, abzunehmen oder überhaupt gesünder zu leben. Meist wird der neue Vorsatz mit viel Elan angegangen, was sich im Januar und Februar auch an den vollen Fitnessstudios zeigt. Im März leeren sich die Studios allmählich wieder…
Warum ist es eigentlich so schwierig, die guten Vorsätze umzusetzen? Wir wissen doch alle, was für uns gut ist. Und das ist auch der Knackpunkt: Wir wissen es, aber wir fühlen es nicht. Anders gesagt: Der gute Vorsatz wird nicht von einem starken positiven Gefühl getragen. Mit viel Willenskraft bringt man sich ins Fitnessstudio, über kurz oder lang lässt die Willenskraft nach, und man macht es sich am Abend dann doch lieber auf der Couch gemütlich.
Was ist zu tun? Zunächst einmal klären, ob es wirklich mein Vorsatz ist. Manchmal tut man auch etwas, weil „man“ das so tut oder auch weil andere Menschen dies (vermeintlich) erwarten. Dann kann man sich, bleiben wir beim Beispiel Sport, überlegen, welche Sport- oder Bewegungsart Spaß macht. Vielleicht macht das Nordic Walking mit anderen mehr Spaß, als das Trainieren an Geräten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Zielformulierung: „Ich muss mehr Sport treiben“ ist weit weniger motivierend als „Ich will mit Schwung und Leichtigkeit durchs Leben gehen“.
Fazit: Die Vorsätze, die mit starken positiven Gefühlen verbunden sind, haben - langfristig gesehen - die größten Erfolgschancen!