Sind wir im Stress, kommt es häufig zu einem Tunnelblick, d. h. die Wahrnehmung ist im „fight-or-flight“-Modus eingeschränkt. Evolutionsbiologisch gesehen ist dies auch nicht überraschend. Denn auf der Flucht vor dem viel zitierten Säbelzahntiger wäre es nicht sinnvoll gewesen, sich an den Blumen am Wegesrand zu erfreuen. Auch das Trinken kann in akuter Gefahr erst einmal warten.

Was heißt das aber nun für den postmodernen Menschen? In der Hektik des Alltags nehmen viele Menschen ihre Bedürfnisse nicht mehr wahr und vergessen dabei häufig, ausreichend zu trinken.
Das ist allerdings ein „Schuss nach hinten“. Denn Flüssigkeitsmangel fördert wiederum Stress, was zu einer Negativspirale führen kann. So weist Prof. Dr. Volker Pudel auf den ernährungsphysiologischen Effekt von Wasser hin: „Wasser optimiert wegen seiner guten elektrischen Leitfähigkeit die Funktion des Nervensystems. Eine Dehydration beeinträchtigt Hirnfunktion und Denkvorgang. Kurz: Flüssigkeitsmangel ist für den Organismus Stress pur.“ (Informationsforum Wasser 2009, Coca-Cola GmbH). Damit unser Gehirn konzentriert arbeiten kann und unser ganzer Organismus leistungsfähig bleibt, brauchen wir also ausreichend Flüssigkeit. Allgemein liegt die empfohlene Tagesmenge bei mindestens 1,5 bis 2 Liter (z. B. Wasser, ungesüßte Tees, leichte Fruchtschorlen).

Daher der Tipp: Entwickeln Sie Trinkroutinen!

Dies kann sein:
– Morgens nach dem Aufstehen und/oder vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser trinken.
– Täglich eine schöne Karaffe mit Wasser auf den Schreibtisch stellen.
– Für unterwegs eine Flasche Wasser mitnehmen.
– Für Abwechslung sorgen (z.B. mit verschiedenen Schorlen oder Geschmacksrichtungen).
– Post-its „TRINKEN“ an den Spiegel, Schrank etc. anbringen.
– u.v.m.